Warum sanft, wo es doch so ein „WEHGUT“ ist, wenn jemand meine blockierten und verspannten Muskeln quält?

 

Die Wirkungsweise der „Massage“ beruht auf mehreren Prinzipien, die eng miteinander in Beziehung stehen und sich gegenseitig beeinflussen:

Mechanische Effekte: Führen zu einer Steigerung des Blut- und Lymphflusses,
Stoffwechselendprodukte werden besser abtransportiert, das Gewebe vermehrt mit Nährstoffen versorgt. Eine Verschiebung unterschiedlicher Gewebe gegeneinander ermöglicht unter Umständen ein Lösen von Verklebungen.

Biochemische Effekte: Durch eine geringe Freisetzung von Entzündungsmediatoren wird die Gewebedurchblutung gesteigert und damit die Wundheilung gefördert. Die Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin wirkt schmerzhemmend und stimmungsaufhellend.

Reflektorische Effekte: Die Stimulation der freien Nervenendigungen in Haut und Muskulatur geschieht über mechanische Reize, die ins zentrale Nervensystem weitergeleitet werden. Dort erfolgt eine Umwandlung dieser Reize, was wiederum schmerzhemmend, tonusregulierend und beruhigend auf das Nervensystem wirkt.

Psychogene Wirkung: Die Entspannung während einer Massage beeinflusst alle anderen Massagewirkungen: Muskelspannung und Aktivität des Sympathikus werden herabgesetzt, wodurch Schmerzen weniger stark wahrgenommen werden. Massagenbehandlungen steigern die Wundheilung und verbessern die Immunlage.

Der Allgemeinzustand verbessert sich.

Tatsächlich geht es unseren Klienten doch immer um die psychogene Wirkung. Diese ist:

– Entspannung

– Verbesserung des Allgemeinzustandes

– Verminderung des Muskeltonus

– Verminderte Wahrnehmung von Schmerz

– Verminderte Aktivität des Sympathikus

– Verminderte Ausschüttung der Stresshormone Kortisol und Adrenalin

– Verminderung von Angstgefühlen

– Besserung einer depressiven Stimmungslage

– Stabilisierung des Immunsystems

 

Entspannung, Körperbalance, FeelWell-Coach Ausbildung

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft sind wir ständig gefordert. Entspannung ist nicht erlaubt – dagegen heißt es „am Ball bleiben“. Diese ständige Aktivität und das ständige präsent sein, auch bedingt durch Medien, Handys, Facebook, ect erlaubt uns nicht mehr zu relaxen. Der Körper, der Geist und somit auch die Seele, haben es verlernt zu entspannen. Also treten viele Menschen den Weg zum/r Masseur/in an. Diese/r meint es gut, knetet die Muskeln kräftig, versucht die Blockaden, die Verklebungen der Muskelzellen und Muskelfasern zu lösen und zu entwirren und sticht dabei in ein Wespennest. Die ohnehin schon überforderten Muskeln, das gequälte System Mensch wird noch mehr gequält und noch mehr gepushed „in die Ordnung zu kommen“.

Ein Geiger der seine Geige vor dem Konzert, im Konzertsaal stimmen will, um schöne Klänge zu produzieren, darf zunächst einmal alle Saiten seiner Geige vollkommen entspannen, loslösen. Und erst dann, kann er mit der Stimmung seines Instrumentes beginnen. Die Saiten werden wieder aufgerollt bis es zu einer optimalen Spannung kommt, sodass alle Saiten perfekt aufeinander abgestimmt sind und wundervolle Töne hervorbringen. Ebenso funktioniert das System Menschen. Je mehr wir loslassen, umso besser können wir uns neu ausrichten und uns neu stimmen! Dann gelingt es uns sogar entsprechend auf die Situationen, auf andere Menschen ect  „ein“zustimmen.

Das Gefühl der Entspannung und des Sich-Wohl-fühlens nach einer Behandlung oder Anwendung wird im Gehirn, vom limbischen System, vermittelt. Das limbische System ist ein Teil unseres Gehirns in dem alle Erfahrungen, Ereignisse, Schocks und Traumen abgespeichert sind. Es beeinflusst unsere Emotionalität. Jede Erfahrung der Entspannung und des Loslassens wird somit hier gespeichert und steht uns in Form von Wissen und Erfahrung zur Verfügung.

Von hier aus wird wiederum der Hypothalamus, eine Drüse im Zwischenhirn, beeinflusst und die Ausschüttung der Stresshormone Kortisol und Adrenalin kontrolliert. Der Hypothalamus ist der Vermittler zwischen dem Hormon- und Nervensystem und kann außerdem eine Verbesserung der Immunlage bewirken. Die Entspannung vermindert den Muskeltonus und die Aktivität des Sympathikus, dadurch werden Schmerzen weniger stark wahrgenommen und der Allgemeinzustand insgesamt gebessert.

Unser vegetatives Nervensystem ist zuständig für Aktivität und Entspannung in unserem Leben und bildet den biologischen Hintergrund für unser Sein. Es regelt den inneren Betrieb des Körpers, hält alle lebenswichtigen Organtätigkeiten aufrecht und passt den Körper an die wechselnden Umweltbedingungen an. Es steuert den Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Ernährung, Verdauung, Drüsentätigkeit, Temperatur, Ausscheidung, Aktivität, Schlaf, Wachstum und Fortpflanzung.

Es ist zuständig für alle nichtwillentlich gesteuerten Prozesse in unserem Körper.

Wenn Gefahr droht, kommt es zu einer immensen Kraftentfaltung und – bereitstellung. Stellen wir uns einen Ursteinzeitmenschen vor, der gerade Stress hat, weil er von einem Säbelzahntiger bedroht wird: die Nebennieren schießen Adrenalin ins Blut. Dadurch wird Energie freigesetzt: Puls, Blutdruck, Atemfrequenz steigt, Magen-Darm-Bereich stellt die Verdauungsarbeit beinahe ganz ein, rote Blutkörperchen werden zum Einsatz geschickt um vermehrt Sauerstoff aufnehmen zu können und die Muskulatur macht sich bereit. Der Blutgerinnungsfaktor nimmt zu. Innerhalb kürzester Zeit ist der Mensch kampf- und fluchtbereit.

Der heutige Mensch kann im Vergleich zum Urmensch, meist weder fliehen noch kämpfen. Die frei werdenden Energien, werden sie nicht genutzt durch Kampf oder Flucht, richten sich oft gegen den eigenen Körper. Geht die Stresssituation schnell vorbei, fängt der Körper die Auswirkungen der Mobilmachung ab. Bei Daueralarm entsteht ständige Alarmbereitschaft. Daueralarm kann oft durch unterschwellige Stressoren wie Lärm, Überangebot an Reizen oder durch psychische Situationen wie Frust, Ärger und Angst ausgelöst, aber auch durch zusätzlichen Stress den der Körper und die Zellen während einer wohlgemeinten Massage erfährt.

Und wieder ist einmal mehr der aktive Teil des vegetativen Nervensystems im Einsatz, das Sympathisches Nervensystem. Es steht für Aktivität und Leistung. Hingegen wird der zweite Teil des vegetativen Nervensystems, das Parasympathisches Nervensystem, das für Erholung, Entspannung und Energieaufbau verantwortlich ist, sträflich vernachlässigt.

Das Sympathische NS ist ein aktivierendes System, das Energie freisetzt und den Körper auf Handlungen vorbereitet, ausgelöst durch die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol mit massiver Körpersymptomatik (Herzrasen, Schwitzen, Muskelanspannung..)

Das Parasympathische Nervensystem versetzt den Körper zurück in den Normalzustand. Alle Entspannungstechniken unterstützen die Aktivität des parasympathischen Nervensystems:

Verlangsamung des Herzschlags, Reduzierung des Blutdrucks, Reduzierung des Stoffwechsels, ect…

Alle Techniken, alle Möglichkeiten welche den Parasympathikus unterstützen, sollten wir zu Gunsten unserer Balance und Harmonie, vermehrt in unser Leben integrieren.

 

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An diesem Punkt wird deutlich, wie sehr der heutige Mensch gefordert ist, wie hoch die Aktivität im Vergleich zur Passivität und der Entspannung ist.

Wird der Körper immer wieder aufs Neue gefordert, bevor er sich erholt und entspannt hat, schaltet er auf Daueralarm. Das sympathische NS arbeitet weiter, während das parasympathische gleichzeitig aktiviert ist. Es kommt zu einem Missverhältnis zwischen Aktivität und Entspannung, einer übermäßigen Anspannung oder Schwäche. Die Überforderung bewirkt umfangreiche Befindungsstörungen:

Funktionelle Störungen, der Körper funktioniert nicht mehr so wie wir das gewöhnt sind, auf Grund des Missverhältnisses oder auch psychosomatische Störungen.

Energetische Körperbehandlungen wirken angstlösend und entspannend. Außerdem sinken dabei die Stresshormone Kortisol und Adrenalin. Durch den entspannenden Zustand verfallen die Klienten in ein Art Wachkoma, einen sehr tiefen Entspannungszustand, den wir kurz vor dem Erwachen oder kurz vor dem Einschlafen durchleben.- Die Gehirnwellen werden langsamer. Im sog. Alphazustand beträgt die Gehirnfrequenz zwischen 8-13 Hertz. Wissenschaftler haben bewiesen, dass in Trance, der sog. Thetaphase, 4-7 Hertz, die Möglichkeit besteht, Heilungsprozesse in Gang zu bringen. Aber auch in der Alphaphase befindet man sich in einem ähnlichen Bewusstseinszustand. Je langsamer die Gehirnwellen, desto eher ist das Gehirn für eine Um- bzw. Neuprogrammierung bereit. Hier entspannt die Muskulatur, die Atmung wird tiefer, die Sauerstoffversorgung verbessert, der Blutdruck normalisiert sich, das Immunsystem wird gestärkt, Stress wir abgebaut. Je öfter man sich in einem derartigen Bewusstseinszustand befindet, desto schneller können die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Quintessenz ist, dass durch energetische Körperbehandlungen die depressive Stimmung, die Ausprägung der Angst und der Stresshormonspiegel vermindert werden. Verspannungen werden gelöst und Schmerzen beseitigt. Da sich diese Entwicklung auch auf das Immunsystem auswirkt, steht fest, dass diese Art von Anwendungen einen stabilisierenden und harmonisierenden Einfluss auf das gesamte System Mensch hat.

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